ok-power

Kurzbeschreibung:

Das ok-power Gütesiegel  zertifiziert Ökostrom aus Erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Vergeben wird das Siegel vom Verein EnergieVision e.V., der  vom Öko-Institut, der Verbraucherzentrale NRW und dem WWF gegründet wurde.

Drei verschiedene Modelle sind im Handel erhältlich:

Beim „Händlermodell“ stammt  der Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), wobei der KWK Anteil höchstens 50% betragen darf.. Der Strom muss zu je einem Drittel aus Anlagen kommen, die nicht älter als sechs bzw. 12 Jahre sind und die nicht durch das EEG oder vergleichbare Instrumente förderfähig sind. Nur das letzte Drittel kann aus Altanlagen stammen.

Das „Initiierungsmodell“ hat die gleichen Voraussetzungen wie das „Händlermodell“, allerdings muss der Stromanbieter innerhalb von fünf Jahren sicherstellen, dass mindestens 60% des Neukundenverbrauchs durch selbst initiierte neue Anlagen regenerativ erzeugt und ins Stromnetz eingespeist wird. Ist dies erfüllt, muss der Stromanbieter neue Anlagen initiieren die mindestens 4 Prozent des Verbrauchs der Bestandskunden produzieren. Somit wird sichergestellt, dass die Anlagen regelmäßig erneuert werden.

Beim „Fondmodell“ stammt der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Der Anbieter muss mit einem Teil des Strompreises erneuerbare Erzeugungsanlagen unterstützen, bei denen die EEG Vergütung nicht zu einer Wirtschaftlichkeit führt.

Die Gewährleistung der Einhaltung der Kriterien wird durch eine jährlich stattfindende Kontrolle sichergestellt.

Bewertung:

Das ok-power Siegel basiert auf ökologischen Kriterien, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Einmal jährlich finden Kontrollen durch unabhängige Gutachter statt. Verstöße gegen die Kriterien können zu einem Entzug des Siegels führen.

Allerdings wird von unterschiedlichen Verbänden kritisiert, dass nur einzelne Tarife eines Unternehmens im Vordergrund stehen, so dass der Stromanbieter einen Tarif mit dem ok-Power-Label versehen lassen kann, während er andere Tarife vertreibt, die hauptsächlich auf Kernkraft oder fossilen Energieträgern basieren.

Ein Kommentar zu ok-power

  1. Fred sagt:

    Hallo,
    laut ok-power Kriterienkatalog von Okt 2012 (ich hab mich mal ein wenig eingelesen, wegen potentiellem Stromanbieterwechsel..) folgende Aktualisierung:

    Ab 2013 wird kein Strom aus Kraft Wärme Kopplung mehr zugelassen. (Man hält die Technologie übergangsweise für nicht schlecht, sah aber wenig Kundenakzeptanz)
    Und dass es nur ein Ökostromsiegel und nicht Ökostromproduzenten-Siegel ist, erscheint suboptimal. Aber selbst per alternativem grüner Strom Label werden Tochterunternehmen von Kohle und Atomstrom-Produzenten für „Öko“ befunden.
    Es wäre romantischer, wenn man wüsste, dass sein Geld bzw der erwirtschaftete Unternehmensgewinn bzw der vergrößerte Marktanteil guten Zwecken zugute kommt. Aber wenn man das (über die SiegelKriterien hinaus) sicher stellen möchte, muss man wohl schon direkt zu greenpeace energy oder anderen von Umweltverbänden getragenen Unternehmen gehen.. Und selbst die Kauften zumindest bis vor kurzem (wie in den Lieferkraftwerkdetails auf der greenpeace homepage zu sehen war) noch Strom aus Jahrzehnte alten Wasserkraftanlagen in Österreich, investierten aber wenigstens parallel dazu über deren Tochterunternehmen planet energy in neue, wobei das Investitionsgeld separat über Genussscheine sowieso eingeholt wird..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.