Demeter

Kurzbeschreibung:

Das Demeter Siegel wird vom Demeter-Bund e.V. vergeben, wenn ein Betrieb entsprechend den vorgegebenen Richtlinien wirtschaftet. Die Demeterrichtlinien setzen auf eine biologisch-dynamische Landwirtschaft, angeregt durch Rudolf Steiners „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“, der auch Einflüsse von Mond und Planeten mit einbezieht. Die Verarbeitungsrichtlinien gehen über die EG-Bio-Verordnung hinaus. Sie erfordern den Verzicht auf synthetischen Dünger, chemische Pflanzenschutzmittel und künstliche Zusatzstoffe. Gänzlich verboten ist die Verwendung von gentechnisch veränderten Substanzen und Lebewesen. Das Tierfutter muss zu 100% biologisch sein und zur Hälfte vom eigenen Hof stammen. Ebenso gelten hohe Sozialstandards, wie eine angemessene Bezahlung.

Die Einhaltung der Kriterien wird von einem Anerkennungs-Gremium sowie von sogenannten Demeter-Betriebspaten überprüft. Zudem finden einmal jährlich Kontrollen durch eine staatlich anerkannte, unab­hängige EG-Kontrollstelle statt.

Beurteilung:

Das Demeter Siegel verlangt von den Bauern eine ökologische und nachhaltig bewusste Arbeitsweise in sämtlichen Bereichen, höchste Qualität bei Verarbeitung sowie fachliche Kompetenz. Die unabhängigen Kontrollen und die Beteiligung verschiedener Interessengruppen in den Gremien garantieren eine hohe Glaubwürdigkeit des Zeichens. Vergabekriterien und -verfahren sind gut dokumentiert und transparent und die Richtlinien haben ein sehr hohes Niveau. Ein Verstoß gegen die Richtlinien führt zur Vertragskündigung und zum Entzug des Siegels.

Teilweise sind die genauen Richtlinien jedoch etwas wage gehalten. So sollte zum Beispiel „soweit irgend möglich“ Bio-Stroh verwenden. Nach Möglichkeit soll Saatgut/Pflanzgut in Demeter-Qualität verwendet werden, ansonsten biologische Qualität.

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