EnergyStar

Kurzbeschreibung

Energy Star ist ein internationales freiwilliges Kennzeichnungsprogramm für Strom sparende Bürogeräte, das 1992 vom Umweltamt der USA ins Leben gerufen wurde. Über ein Abkommen nimmt auch die Europäische Gemeinschaft am Energy Star Programm teil. Das Label bescheinigt die Einhaltung der dem Programm zugrunde liegenden Stromsparkriterien. Diese beziehen sich sowohl auf den aktiven Betrieb als auch auf stand-by, sleep modus und  Um das Siegel zu erhalten muss sich ein/e eingeschaltetes Gerät/Komponente nach einer gewissen Zeit zurückschalten. Für jedes Gerät gibt es Vorgaben für den maximal zulässigen Energieverbrauch über eine bestimmte Zeitdauer. Den Energy Star kann jeder Hersteller verwenden, der glaubt sein Gerät erfülle diesen Standard. Es genügt eine Mitteilung an die EPA oder im Falle von Büro- und EDV-Geräten in Europa eine Mitteilung an die EU-Kommission. Eine Prüfung erfolgt nicht.

Interessierte Hersteller erklären dem zuständigen Organ (EPA oder EGESB) ihre Teilnahme am Energy-Star-Programm, führen die Prüfungen von Computern in eigener Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Modelle den Energy Star-Anforderungen genügen. Die Prüfergebnisse werden dem EPA bzw. der Europäischen Kommission mitgeteilt. Einmal im Jahr muss der Hersteller eine Liste mit den gekennzeichneten Geräten abgeben. Kontrollen sind nicht vorgesehen, das EGESB kann jedoch stichprobenartig prüfen.

Beurteilung

Die Kriterien des Energy Star reichen über gesetzliche Vorgaben hinaus und decken den Energieverbrauch eines Geräts in verschiedenen Betriebs-Modi ab. Vergabekriterien und Verfahren sind gut dokumentiert und für jeden zugänglich.

Da über 70% der elektrischen Geräte den Anforderungen entsprechen, erscheinen die Kriterien als nicht allzu ambitioniert.  Deren Einhaltung wird lediglich von den Herstellern erklärt, eine systematische und regelmäßige Kontrolle findet nicht statt. Daher besteht die Gefahr, dass auch Geräte die den Kriterien nicht entsprechen mit dem Label gekennzeichnet sind. Allerdings sind Sanktionen vorgesehen, sollten bei stichprobenartigen Überprüfungen Verstöße ans Licht kommen.

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