Sozialmanagementstandard SA 8000

Kurzbeschreibung:

Social Accountability 8000 (SA 8000) ist ein zertifizierbarer Standard der von Social Accountability International (SAI), einer internationalen Nichtregierungsorganisation, ins Leben gerufen wurde. Er bezieht sich auf ArbeitnehmerInnenrechte und Arbeitsplatzbedingungen und richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen. Normative Grundlage bilden unter anderem die ILO Konventionen, die UN Menschenrechtskonventionen sowie die UN Konventionen über die Rechte von Kindern.

Der SA 8000 Standard beinhaltet die Verpflichtung für Unternehmen, soziale Verantwortung zu übernehmen und fordert die Einhaltung von nationalen Gesetzen bzw. der SA 8000 Anforderungen, wenn diese höher sind. Konkret umfasst er folgende Anforderungen: keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, Mindeststandards bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, Recht auf Kollektivverhandlungen, keine Diskriminierung, keine physischen oder psychischen Bestrafungen, maximale Wochenarbeitszeit und existenzsichernde Löhne.

SA 8000 fordert zudem die Implementierung eines Sozialmanagementsystems, das die Umsetzung der Anforderungen sicherstellt und dessen regelmäßige Überprüfung, Bewertung und Zertifizierung (sogenannte „Third Party Audits“) durch externe unabhängige Prüfer.

Beurteilung:

Der SA 8000 Standard ist auf Kompatibilität mit den ISO-Normen ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement ausgerichtet und folgt deren Prinzip eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Dies vereinfacht die Implementierung insbesondere für große Unternehmen, während der Aufwand zur Einführung eines Sozialmanagementsystems nach SA 8000 für kleinere Unternehmen als relativ aufwändig gesehen wird.

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