Umweltschutz & Ressourcenverbrauch

Eine zentrale Herausforderung globaler Wertschöpfungsketten ist der stetig wachsende Ressourcenverbrauch und die daraus resultierende Umweltbelastung. In den letzten Jahren ist die Ressourcenentnahme in Deutschland rückläufig. Gleichzeitig stieg jedoch die Menge der vor allem aus Entwicklungs- und Schwellenländern nach Deutschland importierten Rohstoffe und Halbwaren von 68,5 Tonnen pro Person im Jahr 1995 auf etwa 74 Tonnen im Jahr 2004 (Irrek & Kristof 2008). Rohstoffabbau ist mit ökologischen und sozialen Folgewirkungen verbunden, welche zunehmend in andere Länder verlagert werden. Die Verantwortung dafür tragen jedoch die industrialisierten Länder.
Die Hochrechnung für das Jahr 2050 bei einer erwarteten Gesamtbevölkerung von neun Milliarden Menschen führt zu der Einschätzung, dass die verfügbaren Ressourcen auf dieser Erde nicht reichen werden (vgl. Kopytziok 2009, 59).

Die Ursachen für diese prognostizierte Entwicklung sind in dem komplexen Zusammenspiel von globalem Bevölkerungswachstum und steigendem globalem Ressourcenverbrauch.

Vor diesem Hintergrund spielt für Unternehmen als gesellschaftliche Instanz der sparsame Umgang mit Ressourcen, die Vermeidung von Umweltbelastungen, der Schutz natürlicher Lebensräume, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel eine zunehmend wichtige Rolle. Die umwelt- und ressourcenrelevanten Aspekte haben je nach Branche eine unterschiedliche Relevanz. Beispielsweise stellen für produzierende Unternehmen die effiziente Nutzung von Energie- und Ressourcen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, den Transport über die Produktnutzung bis hin zur Entsorgung bzw. Recycling des Produktes am Ende seiner Nutzungszeit wesentliche ökologische Herausforderungen dar.

 

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