Gesellschaft & Umfeld

Unternehmen haben die Möglichkeit, ihr Umfeld mitzugestalten, tragen aber zugleich gesellschaftliche Mitverantwortung. Von Unternehmen wird erwartet, dass sie sich mit ihren Ressourcen und Kompetenzen im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit, gemeinwohlorientiert als „aktiver Bürger“ für die lokale Zivilgesellschaft oder für ökologische, soziale oder kulturelle Belange (Zeit, Know-how, Logistik, etc.) engagieren. Dieses Engagement wird auch als „Corporate Citizenship“ bezeichnet.

Der Ansatz des Corporate Citizenship bezieht sich überwiegend auf das direkte Umfeld von Unternehmen, wirkt jedoch teilweise auch auf die betriebliche Wertschöpfungskette. Für global tätige Unternehmen besteht dabei zudem die Herausforderung, sich auf neue, landesspezifische Maßstäbe einzulassen. An deutschen Standorten bewegen sich die zentralen Themen um die Schaffung von Ausbildungsplätzen, Spenden, Sponsoring und ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern. Bei Niederlassungen in Entwicklungs- oder Schwellenländern kann dagegen das Engagement im Bereich der medizinischen Versorgung oder der Reduzierung des Analphabetentums an erster Stelle stehen.

Im Sinne der globalen Verantwortung stehen Unternehmen zudem vor der
Herausforderung, ihren Beitrag zu einer gerechten Verteilung der Wertschöpfung
zu leisten, denn häufig verbleibt nur ein geringer Teil der Wertschöpfung in den ärmeren Ländern, der wesentliche Teil der Wertschöpfung, der auf wissensintensiveren Verarbeitungsprozessen, wie Innovationen oder symbolischen Werten, wie Markenname oder geografischen Herkunftsbezeichnungen beruht, findet in reichen Ländern statt.

Die Hälfte der Weltbevölkerung muss heute mit weniger als zwei Dollar am Tag, ohne Telefon und ohne elektrischen Strom auskommen. Ein Fünftel der Menschheit verfügt über mehr als vier Fünftel des globalen Wohlstands während über 200 Millionen Kinder hungern.

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