Arbeitsbedingungen

Sicherheit und Gesundheit der ArbeitnehmerInnen werden auf nationaler und internationaler Ebene wie auch auf Unternehmensebene thematisiert. Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)  zufolge kommen jedes Jahr rund 2,2 Millionen Menschen durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten ums Leben. Weltweit gibt es jährlich rund 270 Millionen Arbeitsunfälle und 160 Millionen Opfer von Berufskrankheiten. Die ILO schätzt darüber hinaus, dass sich die Gesamtkosten solcher Unfälle und Erkrankungen auf rund 4 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts belaufen. Die tatsächlichen Zahlen sind vermutlich noch wesentlich höher, da in einer ganzen Reihe von Ländern Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle weder festgestellt noch gemeldet werden. Die konkreten Herausforderungen in Bezug auf Menschenrechte und Arbeitsbedingungen sowie die Möglichkeiten positiven Einfluss zu nehmen sind sehr breit gefächert und unterscheiden sich je nach Sektor und Land in dem das jeweilige Unternehmen agiert.

Die primäre Anforderung an Unternehmen besteht darin, die Einhaltung und Durchsetzung sozialer Mindeststandards auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, der ILO-Kernarbeitsnormen sowie weiterer UN Konventionen entlang der betrieblichen Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Gibt es in den jeweiligen Ländern nationale Bestimmungen die den gleichen Gegenstand betreffen, gilt es für Unternehmen, die jeweils strengere Regelung durchzusetzen. Darüber hinaus sollten Unternehmen sich für sichere Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz und die Zahlung von existenzsichernden Löhnen entlang der Wertschöpfungskette einsetzen.

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