Apple-Zulieferer beschäftigte 74 Kinderarbeiter

Im am 25. Januar von Apple veröffentlichten Bericht „Apple Supplier Responsibility – 2013 Progress Report“ erklärte die Firma, während eines routinemäßigen Audit beim Zulieferer Guangdong Real Faith Pingzhou Electronics Co., Ltd. 74 Kinderarbeiter unter 16 Jahren aufgefunden zu haben. Nach eigenen Aussagen beendete Apple sofort die Zusammenarbeit mit dem Zulieferer. Zusätzlich wurden die Verträge mit der Personalfirma Shenzhen Quanshun Human Resources Co., Ltd. aufgelöst, die die Kinderarbeiter vermittelt hatte. Scheinbar wurden Dokumente in Zusammenarbeit mit den Familien gezielt gefälscht, um das Alter der Kinder zu verschleiern.1

Der öffentliche Druck auf Apple, unter anderem wegen den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen beim Zulieferer Foxconn, führte zum Beitritt des Unternehmens zur Fair Labor Association. Nach eigenen Aussagen stieg die Zahl der Unternehmensprüfungen bei Zulieferern 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 72% auf 393 Prüfungen in 14 Ländern.

Jeff Williams, Senior Vice President von Apple, sagte in einem Interview zur Thematik: „Kinderarbeit ist ein Thema, mit dem keine Firma verknüpft werden möchte. Deshalb glaube ich, dass Kinderarbeit nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie nötig wäre, und dass nicht genug gegen getan wird, um sie zu verhindern.“2

  1. Apple Supplier Responsibility – 2013 Progress Report – aufgerufen am 25.1.2013 []
  2. Apple Expands Audits, Says China Labor Agent Forged Documents – Bloomberg – aufgerufen am 25.1.2013 []

Über philip / earthlink

Meinem Bachelorstudium der Politikwissenschaft mit Nebenfach Geschichte an der LMU München habe ich im Januar 2013 abgeschlossen. Bei EarthLink kümmerte ich mich um Recherche zu den aktuellen Projekten, Qualitätssicherung und die Erweiterung des Wikis
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